Hey ihr Lieben,
einige Tage sind vergangen, wir haben mal wieder viel erlebt:
Von Christchurch ging es letzten Sonntag mit dem Bus nach Timaru. Wir waren schon frueh da, mussten auf unsere Tomatenfarmbesitzer warten. Wer wuerde uns wohl abholen? Bisher hatte nur Lisa mit Kerry telefoniert.. wir wussten dass die Besitzer das Wochenende ebenfalls in Christchurch gewesen waren.. auf einer Tomatenmesse? Oder etwa dem "Drum&Bass"-Festival!? Waren sie alte Knacker? Ganoven? Oder am Ende junge Leute?
Wir waren aufgeregt, konnten nicht ruhig sitzen, nicht lesen, nichts... Bei jedem Auto das selbe Gespraech "Sind sie das?!" - "Das sind sie!" - "jaaa das sind sie!!" - "okay, sie warens nicht...."
Was fuer ein Auto wuerde uns eigentlich holen? Ein Jeep? Ein alter Bus? Ein kleines Toeff??? Hoffentlich gross genug dass unsere Backpacks mit unserem ganzen Essen UND uns reinpassen wuerden.... da wir wussten, dass die Farm 6km von einem Supermarkt weg ist, hatten wir sicherheitshalber ordentlich eingekauft ;) schliesslich wollten wir nicht verhungern, oder von Tomaten leben muessen..
Ein heller Jeep hielt an, eine kleine junge Frau, ein Kerl mit knallblauen Haaren - Helen & Kerry.. jung, aufgeschlossen... also doch das "Drum&Bass"-Festival :)
Wir fuhren ein ganzes Stueck aus Timaru raus (eindeutig mehr als 6km!), erreichten ein kleines typisches Holzhaus "Home sweet home".. Kerry und Helen fuehrten uns ueber die Farm, zeigten uns unser Zimmer.. alles war etwas chaotisch, Birga und ich waren irritiert - es war dreckig............. hier wuerden wir nicht als Farmarbeiterinnen sondern eher mal als Putzfrauen gebraucht..
wir fragten, ob es schon was zu tun gaeb, doch nein, es hiess "just relax" und so verbrachten wir den nachmittag auf der Terasse, sassen in der Sonne, gingen spazieren.. ausser uns waren Jeni und Cody, ein amerikanisches Paar, und Lucy auf der Farm. Wir wohnten zusammen in dem Haeuschen, teilten Kueche, Bad, Wohnzimmer.. das war es was wir wollten, das Kiwilandleben kennenlernen.. doch noch fuehlten wir uns unsicher und gingen frueh schlafen..was wuerde uns die kommende Woche erwarten?!
Montagmorgen durften wir ausschlafen, wir rechneten mit einem ebenso "relaxten" Tag wie Sonntag..planten schon einen Strandbesuch, da drueckte Kerry uns Spaten, Schaufel, Hacke in die Hand. Er wollte eine Wasserleitung verlegen, mit blauer Farbe war markiert wo wir graben sollten... und so machten wir uns an die Arbeit. Die Sonne schien, es war heiss.....wir versuchten den Spaten in den harten Boden zu bekommen - "you have to jump" ... perfekt fuer Birgas Fuss, wir sprangen auf den Spaten, hoben die Rasenschicht weg, kaempften uns mit Hacke durch die harte Erde. Diese Farm war keine Farm, sie verkleidete sich nur.....es war ein BOOTCAMP! Wir lachten, waren dreckig..irgendwann nur noch muede..
11,5 Meter spaeter war die Arbeit fuer Tag 1 getan.......
Am zweiten Tag freuten wir uns schon auf die Arbeit, denn heute war Picking angesagt. Endlich Arbeit mit den Tomaten!! Wir starteten in Fleecepullis, denn es war noch frueh und es war kalt... doch nicht lange danach waren wir wieder halbnackt wie schon am Tag zuvor. Diesmal war es nicht die Mittagssonne, sondern das Tropenhaus. "Greenhouse" bedeutet Hitze, Feuchtigkeit, Arbeit!
Doch es machte Spass und wir waren zu viert unterwegs. Relativ schnell waren die 700kg (!!) Tomaten gepflueckt und der restliche Tag konnte entspannt angegangen werden.. musste er auch, denn schon von Tag 1 plagte uns der Muskelkater (Lisa wusste von einigen Muskeln nicht mal, dass sie die besitzt....). Um das Farmleben richtig kennenzulernen, fuhren wir spaeter mit Kerry zur Markthalle und luden die Tomaten ab.
Tag 3: Kerry und Helen mussten nach Christchurch (nicht wieder fuer ein Festival, diesmal wirklich zu einem Farmingtreffen..) und wir hatten den Auftrag im "Garten" Unkraut zu jaehten. Wir freuten uns und dachten, wir fangen lieber frueh an, damit wir den Nachmittag endlich mal zum Strand koennten.....doch von wegen......... statt Unkraut zwischen den Pflanzen, suchten wir Pflanzen zwischen dem Unkraut! 4Stunden harte Arbeit....3 Schubkarren voll Unkraut... dann waren wir fertig.. und auch wenn wir muede waren, wir schnappten die Fahrraeder und machten uns auf den Weg zum 9km entfernten Pleasent Point, ein kleines Staedtchen, Cafes, ein Fluss.. es war eine schoene Abwechslung..
Am naechsten Tag, war der Tierarzt da, die Kaelbchen (Kerry und Helen haben neben Tomaten auch Kuehe und Schafe..), sollten ihre Hoerner entfernt bekommen.
Wir guckten zu (Lisa verabschiedete sich verfrueht, wenig gluecklich ueber den Anblick..), danach sollten wir arbeiten. Kerry laechelte...wir sollten den Graben weiter graben...doch nachdem er unsere geschockten Blicke sah, schlug er ganz eingeschuechtert vor, dass wir auch im Greenhouse etwas machen koennten...ohne zu fragen was genau, sagten wir schnell "jaa"...dort schneideten wir dann die unteren Blaetter von den Tomatenpflanzen ab, damit die Tomaten mehr Licht bekommen...eine viel angenehmere Arbeit, die schnell geschafft war (auch wenn Lisa uebermotiviert die ersten 10 verkrotzte)...Birga legte sich danach erstmal schoen in die Sonne (im Bikini...es war wirklich heiss!!) und Lisa arbeitete noch ein bisschen freiwillig im Greenhouse...
Die Abende liessen wir immer sehr ruhig und gemuetlich ausklingen und bedienten uns gerne an den vielen DVD (perfekt fuer schoene Maedelsabende)...zufaelligerweise waren alle drei Filme mit Hugh Grant..deswegen dachte Kerry und Helen wir waeren totale Fans...naja was solls:)..
Die knappe Woche (wir entschieden uns Freitags schon zu fahren, weil wir am Samstag in Dunedin feiern gehen wollten und natuerlich auch damit wir mehr Zeit fuer die naechsten Stationen haben..) ging ganz schnell vorbei...es war eine besondere und gute Erfahrung das Landleben kennenzulernen und die Leute waren echt cool, doch jetzt freuen wir auch auf die naechste Zeit...
..als naechstes ist Oamaru angesagt...da heisst es erstmal Pinguine beobachten...
Wir hoffen euch geht es gut und ihr hatten auch eine schoene Woche.
Bis ganz bald.
Kuesschen, Birga und Lisa
einige Tage sind vergangen, wir haben mal wieder viel erlebt:
Von Christchurch ging es letzten Sonntag mit dem Bus nach Timaru. Wir waren schon frueh da, mussten auf unsere Tomatenfarmbesitzer warten. Wer wuerde uns wohl abholen? Bisher hatte nur Lisa mit Kerry telefoniert.. wir wussten dass die Besitzer das Wochenende ebenfalls in Christchurch gewesen waren.. auf einer Tomatenmesse? Oder etwa dem "Drum&Bass"-Festival!? Waren sie alte Knacker? Ganoven? Oder am Ende junge Leute?
Wir waren aufgeregt, konnten nicht ruhig sitzen, nicht lesen, nichts... Bei jedem Auto das selbe Gespraech "Sind sie das?!" - "Das sind sie!" - "jaaa das sind sie!!" - "okay, sie warens nicht...."
Was fuer ein Auto wuerde uns eigentlich holen? Ein Jeep? Ein alter Bus? Ein kleines Toeff??? Hoffentlich gross genug dass unsere Backpacks mit unserem ganzen Essen UND uns reinpassen wuerden.... da wir wussten, dass die Farm 6km von einem Supermarkt weg ist, hatten wir sicherheitshalber ordentlich eingekauft ;) schliesslich wollten wir nicht verhungern, oder von Tomaten leben muessen..
Ein heller Jeep hielt an, eine kleine junge Frau, ein Kerl mit knallblauen Haaren - Helen & Kerry.. jung, aufgeschlossen... also doch das "Drum&Bass"-Festival :)
Wir fuhren ein ganzes Stueck aus Timaru raus (eindeutig mehr als 6km!), erreichten ein kleines typisches Holzhaus "Home sweet home".. Kerry und Helen fuehrten uns ueber die Farm, zeigten uns unser Zimmer.. alles war etwas chaotisch, Birga und ich waren irritiert - es war dreckig............. hier wuerden wir nicht als Farmarbeiterinnen sondern eher mal als Putzfrauen gebraucht..
wir fragten, ob es schon was zu tun gaeb, doch nein, es hiess "just relax" und so verbrachten wir den nachmittag auf der Terasse, sassen in der Sonne, gingen spazieren.. ausser uns waren Jeni und Cody, ein amerikanisches Paar, und Lucy auf der Farm. Wir wohnten zusammen in dem Haeuschen, teilten Kueche, Bad, Wohnzimmer.. das war es was wir wollten, das Kiwilandleben kennenlernen.. doch noch fuehlten wir uns unsicher und gingen frueh schlafen..was wuerde uns die kommende Woche erwarten?!
Montagmorgen durften wir ausschlafen, wir rechneten mit einem ebenso "relaxten" Tag wie Sonntag..planten schon einen Strandbesuch, da drueckte Kerry uns Spaten, Schaufel, Hacke in die Hand. Er wollte eine Wasserleitung verlegen, mit blauer Farbe war markiert wo wir graben sollten... und so machten wir uns an die Arbeit. Die Sonne schien, es war heiss.....wir versuchten den Spaten in den harten Boden zu bekommen - "you have to jump" ... perfekt fuer Birgas Fuss, wir sprangen auf den Spaten, hoben die Rasenschicht weg, kaempften uns mit Hacke durch die harte Erde. Diese Farm war keine Farm, sie verkleidete sich nur.....es war ein BOOTCAMP! Wir lachten, waren dreckig..irgendwann nur noch muede..
11,5 Meter spaeter war die Arbeit fuer Tag 1 getan.......
Am zweiten Tag freuten wir uns schon auf die Arbeit, denn heute war Picking angesagt. Endlich Arbeit mit den Tomaten!! Wir starteten in Fleecepullis, denn es war noch frueh und es war kalt... doch nicht lange danach waren wir wieder halbnackt wie schon am Tag zuvor. Diesmal war es nicht die Mittagssonne, sondern das Tropenhaus. "Greenhouse" bedeutet Hitze, Feuchtigkeit, Arbeit!
Doch es machte Spass und wir waren zu viert unterwegs. Relativ schnell waren die 700kg (!!) Tomaten gepflueckt und der restliche Tag konnte entspannt angegangen werden.. musste er auch, denn schon von Tag 1 plagte uns der Muskelkater (Lisa wusste von einigen Muskeln nicht mal, dass sie die besitzt....). Um das Farmleben richtig kennenzulernen, fuhren wir spaeter mit Kerry zur Markthalle und luden die Tomaten ab.
Tag 3: Kerry und Helen mussten nach Christchurch (nicht wieder fuer ein Festival, diesmal wirklich zu einem Farmingtreffen..) und wir hatten den Auftrag im "Garten" Unkraut zu jaehten. Wir freuten uns und dachten, wir fangen lieber frueh an, damit wir den Nachmittag endlich mal zum Strand koennten.....doch von wegen......... statt Unkraut zwischen den Pflanzen, suchten wir Pflanzen zwischen dem Unkraut! 4Stunden harte Arbeit....3 Schubkarren voll Unkraut... dann waren wir fertig.. und auch wenn wir muede waren, wir schnappten die Fahrraeder und machten uns auf den Weg zum 9km entfernten Pleasent Point, ein kleines Staedtchen, Cafes, ein Fluss.. es war eine schoene Abwechslung..
Am naechsten Tag, war der Tierarzt da, die Kaelbchen (Kerry und Helen haben neben Tomaten auch Kuehe und Schafe..), sollten ihre Hoerner entfernt bekommen.
Wir guckten zu (Lisa verabschiedete sich verfrueht, wenig gluecklich ueber den Anblick..), danach sollten wir arbeiten. Kerry laechelte...wir sollten den Graben weiter graben...doch nachdem er unsere geschockten Blicke sah, schlug er ganz eingeschuechtert vor, dass wir auch im Greenhouse etwas machen koennten...ohne zu fragen was genau, sagten wir schnell "jaa"...dort schneideten wir dann die unteren Blaetter von den Tomatenpflanzen ab, damit die Tomaten mehr Licht bekommen...eine viel angenehmere Arbeit, die schnell geschafft war (auch wenn Lisa uebermotiviert die ersten 10 verkrotzte)...Birga legte sich danach erstmal schoen in die Sonne (im Bikini...es war wirklich heiss!!) und Lisa arbeitete noch ein bisschen freiwillig im Greenhouse...
Die Abende liessen wir immer sehr ruhig und gemuetlich ausklingen und bedienten uns gerne an den vielen DVD (perfekt fuer schoene Maedelsabende)...zufaelligerweise waren alle drei Filme mit Hugh Grant..deswegen dachte Kerry und Helen wir waeren totale Fans...naja was solls:)..
Die knappe Woche (wir entschieden uns Freitags schon zu fahren, weil wir am Samstag in Dunedin feiern gehen wollten und natuerlich auch damit wir mehr Zeit fuer die naechsten Stationen haben..) ging ganz schnell vorbei...es war eine besondere und gute Erfahrung das Landleben kennenzulernen und die Leute waren echt cool, doch jetzt freuen wir auch auf die naechste Zeit...
..als naechstes ist Oamaru angesagt...da heisst es erstmal Pinguine beobachten...
Wir hoffen euch geht es gut und ihr hatten auch eine schoene Woche.
Bis ganz bald.
Kuesschen, Birga und Lisa
haha, die Bilder sind richtig geil. Ich schon, ihr habt euren Spaß... =)
AntwortenLöschenAber überarbeitet euch nicht! ;-)
Liebe Grüße aus Aachen Timo
hmm...ich will unbedingt nen witz machen wie geil ihr bei eurer arbeit ausseht..aber mir fällt nichts ein...also lass ichs...
AntwortenLöschenfühlt euch gedrückt
flo